Ralf Gottschlich, Das Kloster Santa Maria da Vitória in Batalha und seine Stellung in der iberischen Sakralarchitektur des SpätmittelaltersCarl Justi Vereinigung zur Förderung der kunstwissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Spanien, Portugal und Iberoamerika


Ralf Gottschlich

Das Kloster Santa Maria da Vitória in Batalha und seine Stellung in der iberischen Sakralarchitektur des Spätmittelalters

Studien zur Kunstgeschichte Band 197

Olms-Verlag
Hildesheim / Zürich / New York, 2012
Broschur, XII / 368 Seiten, 295 Abbildungen und Grundrissplan, 21 x 29,7 cm
ISBN: 978-3-487-14786-4


Kurztext:

Das Kloster Santa Maria da Vitória in Batalha zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten Bauzeugen Portugals. Darüber hinaus ist es eines der wenigen herausragenden Beispiele eines spätgotischen Klosterkomplexes in Europa. Als Folge seiner Stiftung durch den portugiesischen König João I. und der Bestimmung als Grablege für die königliche Familie erhielt das Kloster eine anspruchsvolle Architektur, die weit über den üblichen Rahmen eines Bettelordensklosters hinausgeht. Neben der Klosterkirche und der Klausur zeichnet sich das Kloster von Batalha vor allem durch zwei Grabkapellenanlagen aus. Die Capela do Fundador und die Capelas Imperfeitas gehören auf Grund der Größe sowie ihres Zentralbaucharakters zu den herausragenden mittelalterlichen Zeugnissen dieses Bautyps. Dennoch hat das Kloster Santa Maria da Vitória bisher nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit in der kunsthistorischen Forschung erlangen können. In der vorliegenden Studie wird der Klosterkomplex einer umfassenden Bauuntersuchung unterzogen und anhand dieser die Chronologie der Bauabfolge neu gewichtet. Hierfür wurde der Grundriss der Kirche und der überwiegenden Teile des Klosters neu vermessen, wobei sich eine überaus exakte Maßhaltigkeit der Bauausführung feststellen ließ. Im Bereich des Kreuzgangs konnte der bisherige Forschungsstand zur Bauabfolge in wesentlichen Teilen korrigiert werden. Aus der Analyse des Baubestandes ergibt sich ferner eine detaillierte relative Chronologie der Kreuzgangflügel.

The Monastery of Santa Maria da Vitória in Batalha is without doubt one of the most important historic buildings in Portugal. It is also one of the few outstanding examples of a late gothic monastic complex in Europe. This study presents a comprehensive examination of the complex which is used as a basis to re-evaluate the chronology of its construction. The ground plan of the church and the major elements of the monastery have been newly measured to establish a high level of accuracy with regard to the construction work.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einführung in die Geschichte Portugals und Überblick über die Forschungsgeschichte

1. Einleitung (S. 1)

2. Portugal im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (S. 7)

2.1 Portugal von der Staatsbildung bis zumEnde der Dynastie Burgund (S. 7)

2.2 Portugal unter der Dynastie Avis (S. 21)

3. Forschungsgeschichtlicher Überblick (S. 33)

3.1 Architekturhistorische Untersuchungen (S. 33)

3.2 Die Restaurierungsarbeiten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (S. 44)

3.3 Die Baumeister von Batalha (S. 46)

II. Baumonographie zum Kloster Santa Maria da Vitória in Batalha

4. Die Klosterkirche Santa Maria da Vitória (S. 57)

4.1 Der Außenbau der Kirche (S. 60)

4.2 Das Innere des Kirchenbaus (S. 98)

5. Maße und Maßverhältnisse an der Klosterkirche (S. 137)

5.1 Exkurs zur Frage von Maß und Zahl in der Baukunst (S. 139)

5.2 Arithmetisches Grundmaß in Batalha (S. 143)

5.3 Die Aufrissmaße (S. 144)

6. Der Claustro Real und die angrenzenden Gebäude der Klausur (S. 147)

6.1 Der mittelalterliche Kreuzgang als Bautyp (S. 147)

6.2 Einführende Baubeschreibung des Claustro Real (S. 150)

6.3 Die Bauchronologie der Galerien des Claustro Real (S. 153)

6.4 Das Brunnenhaus (S. 169)

6.5 Der Kapitelsaal (S. 176)

6.6 Die Sakristei (S. 185)

6.7 Das Refektorium (S. 191)

6.8 Das Dormitorium (S. 193)

6.9 Spätere Umbauten und Ergänzungen des Claustro Real (S. 196)

6.10 Der Kreuzgang Afonsos V. (S. 198)

7. Die Capela do Fundador (S. 203)

7.1 Baubeschreibung und Bauchronologie (S. 203)

7.2 Maßgebliche Veränderungen an der Capela do Fundador im 19. Jahrhundert (S. 203)

7.3 Der Außenbau der Capela do Fundador (S. 210)

7.4 Der Innenaufbau der Capela do Fundador (S. 218)

7.5 Anschluss der Capela do Fundador an die Kirche oberhalb der Dachterrasse (S. 238)

7.6 Resümee der Baugeschichte der Capela do Fundador (S. 240)

8. Die Capelas Imperfeitas (S. 243)

8.1 Abriss der Forschungsgeschichte (S. 243)

8.2 Anlage und Funktion der Capelas Imperfeitas (S. 244)

8.3 Baubeschreibung und Grundriss der Capelas Imperfeitas (S. 247)

8.4 Die Vorhalle zwischen Capelas Imperfeitas und Kirche (S. 269)

8.5 Die Loggia der Westseite (S. 276)

8.6 Resümee zur Baugeschichte der Capelas Imperfeitas (S. 279)

III. Die Stellung Batalhas in der Sakralarchitektur der IberischenHalbinsel

9. Tradition und Innovation - Kirchenbau auf der Iberischen Halbinsel vom 13. bis 15. Jahrhundert (S. 289)

9.1 Vorbemerkung (S. 289)

9.2 Zur Entwicklung der Grundrissgestaltung (S. 289)

9.3 Batalha als »königliche« Bettelordensarchitektur (S. 297)

9.4 Zentralbauten als Grablegen auf der Iberischen Halbinsel (S. 316)

10. Zusammenfassung (S. 335)

Index (S. 341)

Literaturverzeichnis (S. 345)

Abbildungsnachweis (S. 367)


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